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Der Sinn und Zweck von Webkatalogen

In den unendlichen Weiten des Internets genau das zu finden was man sucht ist sehr schwer. Jeder der auf Youtube schon mal ein Originalvideo gesucht hat, weiß das. Wenn die paar Kniffe bei Google die Suchergebnisse auch nicht mehr genügend eingrenzen hat man nur noch zwei Möglichkeiten: verzweifeln oder einen Webkatalog nutzen. Webkataloge, oder auch -verzeichnisse funktionieren in etwa wie ein Telefonbuch. Nur dass hier nicht nach Namen sortiert wird, sondern nach Themenbereichen. Die Verzeichnisse nehmen einem die gröbste Arbeit ab. Sie sortieren die Suchergebnisse nach Relevanz und listen hilfreiche Informationen auf. Desto mehr Themenbereiche man erstellt, desto leichter ist es fündig zu werden. Für gewöhnlich trennt man zuerst in grobe Bereiche wie Bildung, Kultur und Politik, um dann immer spezifischer zu werden. Bei manchen Seiten ist die Kategorisierung so vorrangig, dass man sich nur wenig um das Layout kümmert. Das kann jedoch so manchen Besucher vergraulen.

Alle Webkataloge haben Sponsoren Links, um sich finanzieren zu können. Doch einige zeigen diese nicht abgegrenzt an, sondern integrieren sie einfach in die Ergebnisliste. Um für sich wirklich das beste Ergebnis zu finden sollte man sich also mehr Seiten ansehen, als nur die ersten Drei. Durch die manuelle Erstellung der Verzeichnisse und deren Kurzbeschreibungen wird eine, im Vergleich zur einfachen Websuche, wesentlich höhere Qualität erreicht. Doch wenn nicht genügend Personal für die "Instandhaltung" verantwortlich sind, kann es dazu kommen, dass die meisten Links nutzlos werden. Beim Suchenden sorgt es für Unzufriedenheit, wenn er auf mehr als einen toten Querverweis kommt. Doch es gibt ja genügend Katalog um sich einen zu suchen, der aktuell ist und sich nicht vollständig auf gekaufte Links verlässt.

Firmen nutzen Webkataloge und -verzeichnisse um möglichst viele Besucher auf ihre Seiten zu bekommen. Dies ist Sinn und Zweck der Suchmaschinenoptimierung, der sich inzwischen sogar ganze Firmen widmen. Die Sortieralgorithmen und Webcrawler der bekannten Suchmaschinen werden untersucht, um sie später beim Seitenaufbau nutzen zu können. Mit den richtigen Suchwörtern in der Internetpräsenz kann man sich einen der oberen Plätze in der Ergebnisliste erarbeiten und so noch mehr Klicks erhalten und hoffentlich auch Kunden. Wer im Internet alles richtig machen und die Konkurrenz abhängen will sollte also auf eine Zusammensetzung aus Webkatalogen und eigener Seitenoptimierung setzen. Was bei der Suchmaschinenoptimierung erlaubt ist und was nicht kann man sich entweder anlesen oder durch einen Profi erklären lassen. Dieser Zweig der Informatik und des Suchmaschinenmarketings wird in der nächsten Zeit noch stärker wachsen und der Rechtslage einige interessante Fälle bringen.

Sollten Sie nur auf der Seite der Nutzer und nicht der Anbieter stehen können sie sich seelenruhig durch die Verzeichnisse klicken. Man stolpert durch Zufall über die merkwürdigsten Dinge, nur weil sie entfernt etwas mit dem Suchbegriff zu tun haben, können sich aber zu dem besten Fund entwickeln. Wer mal Lust hat, sich die riesigen Serverräume anzugucken, kann mit wimdu.de einen entsprechenden Kurztrip nach Sillicon Valley vorbereiten. Hat man ein paar interessante Seiten gefunden, die man gerne mit seinen Freunden teilen will muss man dazu nicht unbedingt die soziale Plattform nutzen, sondern den eigens dafür entwickelten Service von digg. Hier kann man seine Lesezeichen vermerken und von jedem anderen Gerät mit Internet darauf zugreifen und sie mit anderen teilen.